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Das Fassatal - Faszination Dolomiten

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Fassatal von zahlreichen Ereignissen geprägt, die seine Geschichte bestimmten und die Talbewohner zu dem werden ließen, was sie heute noch sind: ein stolzes, selbstbewusstes Volk.

Denn die Vergangenheit des Fassatals ist gekennzeichnet durch schwere Opfer, Not und Entbehrungen, in der die Bewohner einer kargen Natur ums tägliche Überleben kämpfen mussten. Zu dieser Zeit verließen vor allem Maler und Dekorateure - das waren typische Berufe für das obere Fassatal - während der Saison ihre Heimat. Mit ihrer armseligen Ausrüstung auf dem Rücken machten sie sich auf eine beschwerliche Reise über Dolomitenpässe und durch die Alpen ins benachbarte Österreich. Dort waren ihre Künste besonders bei der Bemalung von Wohnhäusern, Kirchen oder Kapitellen besonders gefragt. Von den Reisen der fahrenden Künstler finden wir heute noch bedeutsame Zeugnisse entlang der Straßen: Inschriften, Zeichnungen oder Botschaften, wie zum Beispiel in der Almwirtschaft Krimmler Tauernhaus, einer Schutzhütte auf dem Weg nach Salzburg. Sie erzählen von den Qualen derer, die ihr Haus und ihre Heimat verlassen mussten, um überleben zu können.

Doch gerade diese an landwirtschaftlichen Ressourcen so arme Natur war dazu bestimmt, dem Tal Glück und Wohlstand zu bringen. Zuerst entdeckte die Wissenschaft das Fassatal: Geologen und Botaniker waren von der Einzigartigkeit der Naturlandschaft fasziniert. Dazu trugen die außergewöhnlich schönen und wegen ihrer mineralogischen Vielfalt auch geomorphologisch ungemein interessanten Felsformationen bei.

Von 1800 an wurden zahlreiche Studienreisen durchgeführt, die den Weg ebneten für die anschließende Erschließung vor allem durch deutsche und englische Alpinisten. Bald war dieser ungewöhnliche und wunderschöne Landstrich in den Dolomiten auf der ganzen Welt bekannt. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurde das Fassatal zum begehrten Ziel von Bergsteigern aus ganz Europa und mit dem Bau besserer Straßen sowie Verbindungen mit dem Talschluss erfuhr der Tourismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen starken Aufschwung.
Damit begannen die Jahre eines Elite-Fremdenverkehrs. Nur wenige Privilegierte konnten es sich leisten, bis ins Fassatal zu fahren, um dort die einzigartige Landschaft und die unvergleichliche Schönheit dieses rauen und wilden Tales zu genießen. Auf  faszinierenden Wegen konnte man die Dolomitengipfel unter der Anleitung berühmter Bergführer erklimmen – der bedeutendste war Tita Piaz, der „Teufel der Dolomiten“. Gleichzeitig legte man schon in jenen Jahren durch den Bau von Schutzhütten, Hotels und Gasthöfen den Grundstein für die Zukunft. Zwischen den beiden Weltkriegen wurde die Tourismusbranche zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor, der mit dem Bau der ersten Aufstiegsanlagen und dem damit verbundenen Wintersportboom noch weiter zunahm. Dieses Wachstum hält auch heute noch an und macht das Fassatal sowohl im Sommer als auch im Winter zu einem bedeutenden touristischen Anziehungspunkt.

Die beste Garantie für effiziente Dienstleistungen und modernste Strukturen ist die lange Tradition der Gastfreundschaft, die man im Tal antrifft. Die Einzigartigkeit der Landschaft, die Schönheit der Berge rund um das Tal, die Wälder, Seen und Dörfer versprechen unvergessliche Ferien mitten in der unverfälschten Natur des Fassatals.