Das Fassatal - Faszination Dolomiten
Das Fassatal liegt im Herzen der Alpen und ist umrahmt von den berühmtesten Bergen der Welt, den DOLOMITEN, UNESCO Weltnaturerbe.
Das Fassatal ist fast schon ein Synonym für die Dolomiten: Es zieht sich von der Königin der Berggruppe, der Marmolada, bis hin zum Rosengarten, laut Legende die Heimat von König Laurin, und weiter zum Langkofel, um nur die wichtigsten Massive zu nennen. Magische Gipfel, um die sich tausende von Legenden ranken, seit über zwei Jahrtausenden beherrscht von der stolzen ladinischen Bevölkerung, einer ethnischen Minderheit, die sich ihre eigene Sprache, Kultur und Traditionen bewahrt hat. Diese Berge sind nicht nur in die Geschichte des Alpinismus eingegangen, sie haben auch dazu beigetragen, dass ein ganzes Tal wachsen und gedeihen konnte.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Fassatal von zahlreichen Ereignissen geprägt, die seine Geschichte bestimmten und die Talbewohner zu dem werden ließen, was sie heute noch sind: ein stolzes, selbstbewusstes Volk.
Doch gerade diese an landwirtschaftlichen Ressourcen so arme Natur war dazu bestimmt, dem Tal Glück und Wohlstand zu bringen. Zuerst entdeckte die Wissenschaft das Fassatal: Geologen und Botaniker waren von der Einzigartigkeit der Naturlandschaft fasziniert. Dazu trugen die außergewöhnlich schönen und wegen ihrer mineralogischen Vielfalt auch geomorphologisch ungemein interessanten Felsformationen bei.
Von 1800 an wurden zahlreiche Studienreisen durchgeführt, die den Weg ebneten für die anschließende Erschließung vor allem durch deutsche und englische Alpinisten. Bald war dieser ungewöhnliche und wunderschöne Landstrich in den Dolomiten auf der ganzen Welt bekannt. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurde das Fassatal zum begehrten Ziel von Bergsteigern aus ganz Europa und mit dem Bau besserer Straßen sowie Verbindungen mit dem Talschluss erfuhr der Tourismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen starken Aufschwung.
Damit begannen die Jahre eines Elite-Fremdenverkehrs. Nur wenige Privilegierte konnten es sich leisten, bis ins Fassatal zu fahren, um dort die einzigartige Landschaft und die unvergleichliche Schönheit dieses rauen und wilden Tales zu genießen. Auf faszinierenden Wegen konnte man die Dolomitengipfel unter der Anleitung berühmter Bergführer erklimmen – der bedeutendste war Tita Piaz, der „Teufel der Dolomiten“. Gleichzeitig legte man schon in jenen Jahren durch den Bau von Schutzhütten, Hotels und Gasthöfen den Grundstein für die Zukunft. Zwischen den beiden Weltkriegen wurde die Tourismusbranche zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor, der mit dem Bau der ersten Aufstiegsanlagen und dem damit verbundenen Wintersportboom noch weiter zunahm. Dieses Wachstum hält auch heute noch an und macht das Fassatal sowohl im Sommer als auch im Winter zu einem bedeutenden touristischen Anziehungspunkt.




